Austenitische Chrom-Nickel-Molybdän-Edelstähle: Dank dieser Kombination sind 316 (alphanumerischer Code X5CrNi17-12-2) und 316L (alphanumerischer Code X2CrNi17-12-2) resistent gegen die Einwirkung von Chloriden und werden daher in der Meeresumwelt sowie in der Chemie- und Lebensmittelindustrie eingesetzt. Sie werden auch für thermische Anwendungen sowie in der Automobil- und Möbelindustrie und für verschiedene andere Anwendungen eingesetzt. Vor allem 316L hat einen geringeren Kohlenstoffgehalt als 316, was zu einer noch höheren Beständigkeit gegen interkristalline Korrosion und einer besseren Schweißbarkeit führt.
Neben Chrom (das die Korrosionsbeständigkeit garantiert) enthalten austenitische nicht rostende Stähle auch einen hohen Anteil an Nickel, der die Korrosionsbeständigkeit deutlich erhöht (einige Versionen können auch andere Elemente wie Molybdän, Titan und Niob enthalten). Obwohl die austenitische Struktur keine Wärmebehandlung zulässt, kann das Rohr durch die Kaltverformung beim Ziehen sehr hohe mechanische Eigenschaften erlangen, insbesondere bei kleinen Durchmessern. Während sie im gelösten Zustand völlig unmagnetisch sind, entwickeln sie im gezogenen Zustand einen leichten Ferromagnetismus.
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